Postelein
Postelein (Winterportulak oder Tellerkraut) ist einer der wenigen heimischen Salate, die mitten im Winter frisch vom Feld kommen: zarte, herzförmige Blättchen an saftigen Stielen, mild-frisch und leicht säuerlich-nussig im Geschmack, ähnlich dem Feldsalat. Ein echtes Wintergrün, robust, gesund und unkompliziert. Hier kommt alles über den Postelein: Saison, vs. Portulak, Lagerung und Küche.
Claytonia perfoliata
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Januar – März, November – Dezember
- Botanisch
- Claytonia perfoliata
- Familie / Gattung
- Quellkrautgewächse (Montiaceae)
- Herkunft / Anbau
- Ursprung Nordamerika; bei uns winterhart im Freiland
- Aufbewahrung
- kühl – einige Tage
- Besonderheit
- Wintersalat; herzförmige Blätter; vitamin- und mineralstoffreich
Saison-Kalender für Postelein
Gerade keine frische Saison – ab November wieder.
Wann Postelein Saison hat
Postelein hat von November bis März Saison – er ist ein echtes Wintergemüse und eine der wenigen frischen Salatquellen aus heimischem Freilandanbau in der kalten Jahreszeit. Die Samen keimen erst bei Temperaturen unter 12 °C, daher wird er erst im Herbst ausgesät. Er ist winterhart und wächst nach dem Schnitt wieder nach.
Meine Rezepte mit Postelein
Für Postelein habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Postelein?
Gut zu wissen
Postelein ist ein wahres Winter-Vitaminpaket: Er ist besonders reich an Vitamin C, dazu liefert er viel Calcium, Magnesium, Eisen und Kalium – Werte, bei denen viele andere Salate verblassen. Bei sehr wenig Kalorien ist er damit einer der gesündesten Wintersalate überhaupt.
Postelein oder Portulak – nicht verwechseln!
Geschmack und Verwendung sind aber tatsächlich ähnlich.
Woran du guten Postelein erkennst
- Frische, knackige, sattgrüne herzförmige Blättchen
- Pralle, saftige Stiele
- Keine welken, gelben oder matschigen Stellen
- Frischer, leicht säuerlicher Geruch
Postelein richtig vorbereiten und lagern
Postelein ist unkompliziert: Da er ohne Wurzeln und meist sauber geerntet wird, reicht oft einmaliges Waschen. Die langen, saftigen Stiele isst man mit – am einfachsten trennt man Blätter und Stiele und schneidet die Stiele wie Schnittlauch in Röllchen. Im Kühlschrank hält er einige Tage, in ein feuchtes Tuch gewickelt.
Postelein haltbar machen
Als Frischsalat vor allem für den sofortigen Genuss gedacht. Er lässt sich auch wie Spinat kurz dünsten und so verarbeiten/einfrieren. Frisch im Salat ist er aber am besten.
Postelein in der Küche
Vielseitig roh und gegart: roh als Wintersalat (allein oder mit Feldsalat, Chicorée, Walnüssen und Orange), in Kombination mit kräftigen Zutaten, als Smoothie-Grün, kurz gedünstet wie Spinat als Gemüse, in Suppen, in der grünen Soße, als essbare Deko. Sein mild-säuerliches, nussiges Aroma passt gut zu Winterzutaten. Er passt zu Feldsalat, Walnuss, Orange, Ei, Speck und kräftigem Dressing.
Kurioses zum Postelein
Postelein hat eine spannende Geschichte: Die Pflanze stammt aus Nordamerika, wo sie als „Miner's Lettuce" (Bergmannssalat) bekannt wurde – die Goldgräber des kalifornischen Goldrauschs aßen das vitaminreiche Wildkraut, um sich vor Skorbut (Vitamin-C-Mangel) zu schützen. Charakteristisch ist die herzförmige Blattform, durch deren Mitte der Blütenstiel hindurchzuwachsen scheint – daher der Name „Tellerkraut".
Häufige Fragen zu Postelein
Wann hat Postelein Saison?
Von November bis März – ein echtes Wintergemüse und eine der wenigen frischen Salatquellen aus heimischem Freilandanbau im Winter.
Was ist der Unterschied zwischen Postelein und Portulak?
Es sind zwei verschiedene Pflanzen. Postelein (Winterportulak) wächst im Winter und hat zarte herzförmige Blätter; Sommerportulak wächst im Sommer und hat dicke, sukkulente Blätter. Geschmack und Verwendung ähneln sich.
Wie schmeckt Postelein?
Mild, frisch und leicht säuerlich-nussig – sehr ähnlich dem Feldsalat, aber meist einfacher zu putzen.
Kann man die Stiele mitessen?
Ja, unbedingt – die saftigen Stiele schmeckt man am besten, wenn man sie von den Blättern trennt und wie Schnittlauch in Röllchen schneidet.
Warum ist Postelein so gesund?
Er ist besonders reich an Vitamin C, Calcium, Magnesium und Eisen – Werte, bei denen viele andere Salate verblassen. Einer der gesündesten Wintersalate.
Muss man Postelein gründlich waschen?
Meist reicht einmaliges Waschen, da er ohne Wurzeln und relativ sauber geerntet wird – einfacher als Feldsalat.
Kann man Postelein kochen?
Ja, er lässt sich kurz wie Spinat dünsten und als Gemüse zubereiten. Roh als Salat ist er aber am beliebtesten.
Wozu passt Postelein?
Als Wintersalat mit Feldsalat, Chicorée, Walnuss und Orange, gedünstet wie Spinat oder in der grünen Soße. Er passt zu Ei, Speck und kräftigem Dressing.