Petersilie

Petersilie

Petersilie ist das beliebteste und meistverwendete Küchenkraut überhaupt – der grüne Allrounder, der von der Kartoffel bis zur Frankfurter Grünen Soße einfach überall passt. Frisch-würzig mit einer feinen Note von Sellerie und Muskat, bringt sie Farbe, Aroma und jede Menge Vitamine auf den Teller. Hier kommt alles über die Petersilie: Saison, glatt oder kraus, Lagerung und Küche.

Petroselinum crispum

Steckbrief

Saison (frisch)
April – Oktober
Botanisch
Petroselinum crispum
Familie / Gattung
Doldenblütler (Apiaceae)
Herkunft / Anbau
Deutschlandweit; zweijährige Pflanze
Aufbewahrung
kühl, im Glas Wasser oder feuchtem Tuch – einige Tage
Besonderheit
sehr vitaminreich (viel Vitamin C); erst zum Schluss zugeben

Saison-Kalender für Petersilie

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.

Wann Petersilie Saison hat

Frische Freiland-Petersilie hat von April bis Oktober Saison. Als Topfkraut und – neben Schnittlauch – eines der wenigen ganzjährig verfügbaren Küchenkräuter gibt es sie das ganze Jahr. Sie ist eine zweijährige Pflanze: Im ersten Jahr bildet sie das Blattgrün, im zweiten blüht sie (dann wird sie ungenießbar und sollte nicht mehr verwendet werden).

Meine Rezepte mit Petersilie

Wie gesund ist Petersilie?

Gut zu wissen

Petersilie ist ein echtes Vitamin-Kraftpaket: Sie enthält besonders viel Vitamin C (mehr als Zitrone, bezogen aufs Gewicht), dazu Vitamin K, Vitamin A, Eisen, Calcium und Folsäure. Sie wirkt traditionell entwässernd und verdauungsfördernd. Da viele Vitamine hitzeempfindlich sind, gibt man frische Petersilie am besten erst zum Schluss an die Speise.

Glatt oder kraus?

Glatte Petersilie

Aromatischer und würziger im Geschmack. Die erste Wahl zum Würzen und Kochen.

Krause Petersilie

Milder, dekorativ gekräuselt. Beliebt als Garnitur und im Salat (z.B. Tabouleh).

Beide sind dieselbe Art in unterschiedlichen Sorten; geschmacklich gilt die glatte als intensiver.

Petersilie richtig verwenden

Tipp: Auch die Stiele sind aromatisch und lassen sich für Fonds, Suppen und Smoothies verwenden – nicht wegwerfen.

Petersilie richtig lagern

Frische Petersilie hält sich am besten wie ein Blumenstrauß mit den Stielen in einem Glas Wasser (im Kühlschrank), abgedeckt mit einer Tüte – so bleibt sie über eine Woche frisch. Alternativ in ein feuchtes Tuch gewickelt im Gemüsefach. Topfpetersilie hell und gleichmäßig feucht halten.

Petersilie haltbar machen

Einfrieren gelingt hervorragend: gewaschen, gehackt und in Eiswürfelformen mit etwas Wasser oder Öl portioniert – hält Monate und das Aroma bleibt besser erhalten als beim Trocknen. Auch als Petersilien-Pesto oder Kräuterbutter einfrierbar. Getrocknet verliert sie viel Aroma.

Petersilie in der Küche

Universell: zu Kartoffeln (Petersilienkartoffeln!), in Suppen und Eintöpfen, in der Frankfurter Grünen Soße und der Salsa Verde, in Kräuterquark und -butter, an Fisch und Fleisch, im Salat (Tabouleh), als Pesto, in Eierspeisen. Sie passt zu praktisch allem Herzhaften. Tipp: Petersilie kann auch das Basilikum im Pesto ersetzen.

Kurioses zur Petersilie

Petersilie hat eine dunkle Seite: Nach der Blüte (im zweiten Jahr) bildet die Pflanze vermehrt ätherische Öle (u.a. Apiol), die in größeren Mengen giftig sein können – deshalb sollte man blühende Petersilie nicht mehr essen. Wegen dieser Eigenschaft und der wehenfördernden Wirkung wurde Petersilie sogar zur „Giftpflanze des Jahres" gewählt – ein gutes Beispiel dafür, dass auch das harmloseste Küchenkraut richtig verwendet werden will. Schwangere sollten große Mengen meiden.

Häufige Fragen zu Petersilie

Wann hat Petersilie Saison?

Freiland von April bis Oktober. Als Topfkraut ist sie – neben Schnittlauch – eines der wenigen ganzjährig verfügbaren frischen Küchenkräuter.

Was ist der Unterschied zwischen glatter und krauser Petersilie?

Glatte Petersilie ist aromatischer und würziger (erste Wahl zum Kochen), krause ist milder und dekorativ (beliebt als Garnitur und im Salat).

Wann gibt man Petersilie an die Speise?

Frische Petersilie erst zum Schluss, damit Vitamine und Aroma erhalten bleiben. Getrocknete oder tiefgekühlte darf kurz mitkochen.

Wie hält Petersilie länger frisch?

Wie ein Blumenstrauß mit den Stielen in ein Glas Wasser stellen (im Kühlschrank), mit einer Tüte abgedeckt – so bleibt sie über eine Woche frisch.

Kann man Petersilie einfrieren?

Ja, sehr gut – gehackt in Eiswürfelformen mit Wasser oder Öl. Das bewahrt das Aroma besser als Trocknen.

Ist Petersilie gesund?

Sehr. Sie enthält viel Vitamin C, dazu Vitamin K, Eisen und Folsäure, und wirkt entwässernd und verdauungsfördernd.

Darf man blühende Petersilie essen?

Nein. Nach der Blüte bildet sie vermehrt ätherische Öle, die in größeren Mengen giftig sein können. Blühende Petersilie nicht mehr verwenden.

Kann man Petersilienstiele verwenden?

Ja, die Stiele sind aromatisch und eignen sich für Fonds, Suppen und Smoothies. Nicht wegwerfen.